Abriss Schumann Arzberg

Altes Bild der Schumann-Fabrik bei Abrissarbeiten entdeckt

Auf Hochtouren laufen derzeit die Arbeiten für den weiteren Abbruch der einstigen Porzellanfabrik Schumann. „Bis Juli diesen Jahres wollen wir damit fertig sein“, kündigte Bürgermeister Stefan Göcking bei einem Ortstermin mit Kathy Scholze an, die bei der Regierung von Oberfranken jetzt für die Städtebauförderung im Landkreis Wunsiedel zuständig ist. „Ich möchte mir nach und nach die Gemeinden anschauen, damit ich mich besser orientieren kann“, sagte sie. Sichtlich beeindruckt zeigte sich Scholze von den Maßnahmen in Arzberg. „Gemessen an der Größe der Stadt passiert hier sehr viel. 35 Gebäudeteile mit einem Volumen von rund 145 000 Kubikmeter umbautem Raum werden bis zum Sommer auf dem Schumann-Areal verschwunden sein. Was übrig bleibt, sind die denkmalgeschützten Gebäude: die Villa, das Taubenhaus und die Ökonomie. Die Abbruchkosten betragen rund 600 000 Euro, wie Armin Gädigk, technischer Leiter des Stadtbauamts, aufzeigte. Die Stadt rechnet hier mit einer Förderung von 80 Prozent

Vom Ende des 19. Jahrhunderts stammt eine Ansicht des früheren Industriegeländes, die jetzt Polier Thomas Busch bei den Abrissarbeiten der Schumann-Porzellanfabrik in Arzberg in einer Zwischenwand entdeckt hat. Das Bild unbekannten Ursprungs, auf dem deutlich die Struktur der ehemaligen Gebäude zu erkennen ist, brachte Bürgermeister Stefan Göcking auf die Idee, die Ansicht in die "Route der Industriekultur" zu integrieren. Eine Kopie des Bildes soll auf einer Stahlstele am Fuße des Fabrikschlots, der stehen bleibt, aufgestellt werden. "Mit den Bildern wollen wir nach den vielen Abrissarbeiten in der Stadt daran erinnern, wie es früher einmal in Arzberg ausgesehen hat", sagt der Bürgermeister. Nach seinen Worten wird die Firma Rupprecht aus Frickenhausen in diesen Tagen mit dem Rückbau der für den Abriss geplanten Fabrikgebäude fertig. Die Arbeiten seien im Wesentlichen erledigt. "Das hat alles reibungslos geklappt, obwohl die Arbeiten wirklich sehr schwierig waren", sagt Bürgermeister Stefan Göcking. "Jetzt geht es um den Rest der Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen." Für deren Nachnutzung werde derzeit eine Studie erstellt.

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