Flohmarkt

Porzellanflohmarkt Selb 2011 Porzellanflohmarkt Selb 2011
by PorzellanSelb
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Vorankündigung Porzellanflohmarkt

Vorankündigung - Europas grösster Flohmarkt für Porzellan findet statt am 04./05. August 2012 in der Porzellanstadt Selb. Die Koordination wird durch das Forum Selberleben durchgeführt. Anmeldungen wurden bis zum 16. April durch die Betreiber Forum Selberleben entgegen genommen. Der Porzellanflohmarkt in Selb ist ein Ereignis für viele Liebhaber und Sammler des weißen Goldes. Es sind bei weitem nicht so viele Stellplätze vorhanden wie Anmeldungen. In den Jahren zuvor waren ca. 300 Stellplätze in der Innenstadt und am Factory In vergeben. Zum Flohmarkt beim Fest der Porzelliner wird sich von dem einen oder anderen Stück getrennt.

Porzellanflohmarkt Selb

Europas grösster Porzellanflohmarkt

Selb – Wenn Porzellanflohmarkt in Selb ist, lautet das erste Gebot: Du musst früh aufstehen. Ab 5 Uhr früh dürfen die Händler ihre Stände aufbauen, und um diese Zeit stehen die meisten tatsächlich bereit, von der Feuerwehr ihre Plätze zugewiesen zu bekommen. Wenig später streben Händler und Sammler einträchtig in Richtung Innenstadt. Wer zu welcher Gruppe gehört, ist leicht auszumachen: Die einen erkennt man an prall bepackten Bananenkisten, die anderen an leeren Rucksäcken und Einkaufswägelchen. Auch ein Team des Bayerischen Fernsehens ist bereits unterwegs. Es filmt, wie die Händler ihre Sachen auspacken und die Sammler Ausschau halten.

Viele der morgendlichen Besucher haben eine weite Anreise hinter sich. Sogar zwei Chine- sen, die beruflich in München zu tun haben, sind gekommen. Die Händler berichten auch von amerikanischen Sammlern, die ihren Europabesuch eigens am Termin des Selber Marktes ausrichten. Zwei Freundinnen aus dem oberpfälzischen Roding sind um 4 Uhr zu Hause weggefahren. Sie kommen jedes Jahr und sagen, der Markt sei eine wunderbare Sache für die Region – „weil wir uns auch die ganzen anderen Sachen hier anschauen“. Sie suchen gezielt nach Rosenthal, kaufen aber wenig. „Wenn man alles auf einmal finden würde, wäre es doch nicht mehr interessant“, sagt die eine. „So kommen wir jedes Mal frohgestimmt nach Hause und freu- en uns schon auf das nächste Jahr.“

Ererbte Stücke

Konzentriert gehen die Sammler von Stand zu Stand. Die meisten Anbieter sind Privatleute, die meisten im Alter „50 plus“. Eine Frau aus Münster erzählt, dass sie in den vergangenen Jahren fünf Haushalte auflösen musste und sich mit dem ererbten Porzellan nun jedes Jahr einen Urlaub im Fichtelgebirge finanziert. Eine Oberpfälzerin kommt seit zwölf Jahren. „Man wird automatisch zum Händler, wenn man sammelt“, sagt sie. Und dann sei Selb ein Muss. Der Handel übers Internet tauge für Porzellan nicht, weil man die Ware unbedingt sehen müsse. „Du sollst dich umschauen und vergleichen“ lautet das zweite Gebot auf dem Markt. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Für den gleichen Hutschenreuther-Teller will die eine Händlerin fünfzehn Euro, bei einer anderen ist er für fünf Euro zu haben. Weihnachtsteller, von Rosenthal einst als rare Kostbarkeit mit stetiger Wertsteigerung angepriesen, sind zuhauf im Angebot – manchmal zu einem Viertel ihres ursprünglichen Preises. Dagegen ist ein Porzellanwaschbrett eine echte Rarität. Es soll einige hundert Euro bringen. Die wertvollsten Stücke stehen in den Schaufenstern, wo sie die Sammler bereits in den Tagen vorher begutachten. So beginnt der Porzellanflohmarkt schon Mitte der Woche.

An den Ständen ist es am Samstag zwischen all dem Nippes, dem man die Herkunft aus Uromas Plüschwohnzimmer ansieht, oft schwer, die Schätze ausfindig zu machen. Da hilft nur eines: Augen offen halten. Gegen 8 Uhr sitzen bereits einige Käufer zufrieden vor dem Café Hatzel und zeigen ihre Schätze – von der Brandseeschwalbe aus dem Hause Hutschenreuther bis zum Melitta- Kaffeefilter – den mitgereisten Freunden. Sie tun es mit dem gleichen Stolz, mit dem Schwammasucher ihre Steinpilze präsentieren.

Krug mit Radfahrer

Als gegen 9 Uhr der bis zum Abend nicht mehr abreißende Strom ein- heimischer Besucher beginnt, sind vor allem die kleinen Sachen begehrt. Hier ein Frosch um zwei Euro für die Enkelin, dort ein Krug mit Radfahrermotiv für den radelnden Freund – auch wer nur zum Schauen gekommen ist, wird irgendwann zum Käufer. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: von ausgesprochen kitschig (reichlich vertreten) bis zu puristisch. Und nicht zu vergessen jene Sachen, die so aberwitzig sind, dass sie bereits wieder als Kult gelten können. Der Lockruf des Weißen Goldes hat seine Wirkung nach wie vor nicht verloren.

300.000 EUR Umsatz

Selb – Der Porzellanflohmarkt ist nach den Luisenburg-Festspielen das Ereignis im Fichtelgebirge, das die meisten Besucher anlockt. Etwa 15 000 Menschen waren es diesmal, schätzen die Veranstalter, die Stadt Selb und das Forum „Selb erleben“. Der Markt findet im Rahmen des Festes der Porzelliner statt. Reichlich 300 Anbieter waren vertreten. Etwa die Hälfte kommt aus der Region, die andere Hälfte von weiter her. Die allermeisten sind Privatleute, die ererbtes oder zu viel erworbenes Porzellan verkaufen. Umsätze nennt keiner der Anbieter. Bestensfalls hört man: „Wir sind zufrieden.“ Martin Pape vom Forum schätzt, dass beim Flohmarkt jedes Jahr um die 300 000 Euro umgesetzt werden.

Es gibt deutlich mehr Interessenten als Standplätze. Wenn im April die Anmeldefrist endet, führt das Fo- rum „Selb erleben“ bereits eine Warteliste. Schon Wochen vorher sind alle Gästebetten in Selb und Umgebung belegt. Kurzentschlossene müssen auf Hotels und Pensionen bis in die Oberpfalz ausweichen. Veranstalter und Besucher hatten am Samstag großes Glück mit dem Wetter. Während es mittags im drei Kilometer entfernten Plößberg heftig regnete, kamen beim Porzellinerfest nur einige Tropfen vom Himmel – von vielen kaum bemerkt.

Standort

Anhang 1

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