Regenbogenfassade Rosenthal Selb

Geschichte Rosenthal Porzellan Selb

Rosenthal A.-G Selb

Philipp Rosenthal wurde am 6. Mrz. 1855 in Werl/Westfalen geboren. Er begann 1879 sein eigenes Geschäft aufzubauen. Hier lenkte sein Blick schon frühzeitig, ausgehend von dem Porzellaninteresse seines Elternhauses, auf Selb, dass er besonders günstig für eine Betätigung in der Porzellanfabrikation erachtete, da es nahe der böhmischen Grenze, also nahe den grossen Rohstoff- und Kohlegebieten lag und bereits eine eingesessene Porzellanindustrie verfügte. Philipp Rosenthal im Jahre 1879 nach seiner Rückkehr aus Amerika. Es ist das Jahr, in dem er, 24 jährig, sein Lebenswerk mit dem 1-Mann Betrieb beginnt. Dies ist keine Biographie. Es ist der Versuch einer Würdigung eines grosses Mannes. Die Biographie Philipp Rosenthals müsste Bände umfassen. Seine Memoiren wären erregender und spannender, sie wäre vor allem lehrreicher, als die Flut aller Memoiren von heute. Philipp Rosenthals Leben klingt erzählt, wie ein sensationell aufgemachter Tatsachenbericht. Dabei ist die Fabel seiner Lebensgeschichte uralt: ein junger, hochbegabter, lebenseifriger Mensch verlässt ohne Mittel das Vaterhaus, die Heimat, die ihm zu eng wurde, und zieht in die weite Welt. Nach abenteurlichen Kämpfen, Gefahren und schweren Prüfungen kehrt er zurück, gewinnt Macht, Ansehen, Ruhm, Reichtum und Ehre. Philipp Rosenthals zu eng gewordene Heimat war das kleine westfälische Städtchen Werl. Sein Vater, wie dessen Vorfahren, betrieben den Handel mit Porzellan. Einer ihrer Lieferanten war die Krister Porzellanfabrik im schlessischen Waldenburg.

Gründung Porzellanmalerei in Erkersreuth

Die Familie Rosenthal besass das hohe Ansehen der tüchtigen Bürger und Handelsleute jener Zeit. Als der knapp siebzehnjährige Philipp sein Vaterhaus verliess, gab es keinen Zwang, keine Notwendigkeit für ihn, es sei denn, den inneren Trieb der Sehnsucht nach der Weite. Die Lust am Erleben und Schauen des Neuen lässt ihn den Sprung über den grossen Teich riskieren. Diese Vitalität, dieses ständige Suchen nach erregenden und anregenden Erlebnissen blieb ihm bis ins hohe Alter erhalten, blieb stets der Impuls seiner Schaffenskraft. Seine Stationen im damals noch sehr abenteuerlichen Amerika klingen wie das Märchen manches anderen späteren Industrie Kapitäns: als Laufjunge, Fahrstuhlführer oder Tellerwäscher verdient er die ersten harten Dollars, als Postreiter in Texas stählt er den Körper, geniest den Rausch der Freiheit. Sein kühl-abwägender, immer klarer Verstand, sein ausgeprägter Sinn für Planung und Ordnung gewinnen sehr schnell das Übergewicht in dem temperamentvollen jungen Philipp Rosenthal. Vom Angestellten einer bedeutenden Importfirma wird er schnell zum Leiter ihrer Porzellan-, Glas und Spielwaren Abteilung und kehrt als Einkäufer nach Deutschland, dem Deutschland der geschäftigten Gründerzeit zurück. Schloss Erkersreuth, Geburtstätte des Rosenthal-Porzellans. Einst war es im Besitz der Freiherren von Lindenfels, die es vom Markgrafen von Bayreuth als Lehen erhielten. Mit einem Maler, dem späteren Obermaler Roth, begann Philipp Rosenthal hier, dicht bei Selb, sein erstes aufgekauftes Porzellan zu bemalen.

Die Wilhelmsgasse in Asch wurde nach Herrn Wilhelm Jäger benannt, welcher sämtliche Häuser derselben in den Jahren 1885 bis 91 baute. Zuerst entstand die Reihe 2-12 - Nr. 1 wurde 1887 errichtet für die Max Rosenthal'sche Porzellanmalerei der damaligen Firma Rosenthal im Erkersreuther Schlosse. Später war es Fabriksgebäude der Firma Christian Ploß (seit 1921 R. Rümmler & Sohn). - Nr. 14 und 16 (Gustl Baumgärtel an der Ecke der Selberstrasse) stammen aus dem Jahre 1891. Mitten im Orte entstanden in den Sechziger- und Siebzigerjahren die Turnergasse und Beinstrasse.

Mit 24 Jahren gründet Philipp Rosenthal seine erste eigene Firma. Wie Grossvater und Vater weiht er sein junges Leben und seine Zukunft dem Porzellan. Das kleine Schloss Erkersreuth bei Selb wurde die Geburtsstätte des Rosenthal Porzellans. Von hier aus brachte er es fertig, sein Porzellan zu einer Weltmarke zu machen. Mit einem Maler fing er an. Aber bald waren es zehn, bald zwanzig, und es wird erzählt, dass der junge Chef der Handmalerei so manchen Freitag zum Bürgermeister der kleinen Gemeinde Erkersreuth ging, um sich einige harte Taler zu leihen, die ihm am Lohngeld seiner rasch wachsenden Belegschaft fehlten. Kaum eine Sportart, die Philipp Rosenthal nicht betrieben hätte. Seine ganze Liebe aber gehörte der Jagd und dem Pferd. Eigenhändig fuhr er den eleganten Viererzug mit rasigen russischen Steppern. Wenn Feueralarm war, lenkte er seine Rosse vor der Spritze selbst, um nach wilder Fahrt der erste am Platze zu sein. Sehr bald schon waren die Räume des Schlosses zu eng, die Aufgaben für den unglaublich fleissigen Rosenthal zu begrenzt.

Schloss Erkersreuth

1880 erwarben die Brüder Max und Philipp Rosenthal das Schlossgebäude und richteten eine Porzellanmalerei ein. Dies war auch der Beginn des weltbekannten Rosenthal Porzellanunternehmens. Bereits drei Jahre später, 1883, beschäftigte der Betrieb bereits 80 Mitarbeiter. Die Leute waren froh, wieder arbeiten zu können, nachdem ein grosser Brand am 18. März 1856 die Nachbarstadt Selb in Schutt und Asche gelegt hatte. Auch viele Erkersreuther waren davon betroffen. Ein Jahr nach dem Selber Brand beantragte Lorenz Hutschenreuther den Bau einer Porzellanfabrik, was ihm freudig genehmigt wurde.Hutschenreuther produzierte weisses Porzellan, das die Brüder Rosenthal kauften und in Erkersreuth bemalten. Der ehemals ländliche Ort bekam nun industrielle Strukturen. Allmählich wurde das Schloss Erkersreuth für die Firma Rosenthal zu klein und man verkaufte es 1899 an die Selber Brauerei Rauh und Ploss. Mittlererweile zählte Erkersreuth etwa 1000 Einwohner und in der Folge errichtete man 1928 eine eigene evangelische Kirche und 1950 eine katholische Kirche. Treppauf im ersten Stock des Schlosses wird der Besucher durch eine weitere Halle - den nach dem Fussboden benannten „Kupfersaal" - begrüsst, für die Philip Rosenthal HAP Grieshaber überreden konnte, einige Original-Druckstöcke zur Verfügung zu stellen. Diese überlebensgrossen Exponate an der Fensterseite verleihen dem Raum einen galerieartigen Charakter. An der Stirnwand befindet sich eine Weltkarte, in der alle Touren eingezeichnet sind, die Philip Rosenthal in seinem langen Leben unternahm - darin ist die Tür zu seinen ehemaligen Privaträumen fast unsichtbar. Dreht man sich weiter im Uhrzeigersinn entdeckt man die von Bjørn Wiinblad gestaltete Doppeltür, auf der der Künstler die leiblichen Genüsse - Essen und Trinken - in seiner typischen Bildersprache dargestellt hat. Durch diese Doppeltür betritt man den Saal, für den weltweit bedeutende Porzellanstücke aus der Geschichte des weissen Goldes zusammengetragen wurden, um sie an den Wänden auf Konsolen präsentieren zu können. Durch einen kleinen Durchgang hindurch betritt man dann das „Bilderzimmer", an dessen Wänden altmeisterliche Original-Ölgemälde aufgezogen wurden, die nur durch einen glücklichen Zufall vor der Vernichtung bewahrt wurden. Das Schloss wird privat genutzt und ist daher öffentlich nicht zugänglich.

Gründung Rosenthal Werk Selb

Er baute an der Stelle, an der noch heute die grösste aller Rosenthal Fabriken steht, das Stammwerk Selb. Sprunghaft und in einem unerhört schnellen Tempo wuchs das Rosenthal Werk in Selb zu beachtlicher Grösse und hohen Ansehen bei Industrie und Handel. Die Aufmerksamkeit und Achtung des kaufenden Publikums erwarb er für seine Erzeugnisse auf einem für die damalige zeit revolutionierenden Weg. Selbst die damals weltberühmten Porzellane der Königlichen und Fürstlichen Manufakturen trugen nur ein kleines anonymes Zeichen als Erkennungsmerkmal, das oft nur von Kennern enträtselt werden konnte. Philipp Rosenthal verwirklichte als erster die Idee, gegen Widerstände seiner Abnehmer, trotz dauernder Bedenken seiner Freunde, seinen vollen Namenszug auf das Porzellan zu schreiben. Er stilisierte seine eigene Unterschrift zu der heute in aller Welt berühmten Marke. Philipp Rosenthal war einer der ersten Auto Pioniere in Deutschland. Er fuhr bereits im Jahre 1893 den ersten Benz Wagen mit rückwärtigen Einstieg wie bei einem Krümper. Manche Tour war eine Tortur. Aber er war, wie auf allen Gebieten, mit Begeisterung aufgeschlossen für alles Neue. Gleichzeitig begnügte er sich nicht, wie die übrige Privatindustrie seiner Zeit, einfaches, derbes Gebrauchsgeschirr herzustellen. Er setzte sich bewusst in Konkurrenz zu den damals sehr beliebten französischen Porzellan Formen, wandelte sie nach seinem und dem Geschmack der Zeit ab, benutzte aber bewusst französische Bezeichnungen für seine Service wie : Louis XIV, Monbijou, Pompadour und Sanssouci. Die Formen entstammten der Blütezeit des Porzellans in Europa, dem Barock und dem Rokoko. So erhielt er vom Kaiserlichen Rat die Erlaubnis, das einst auf Veranlassung Friedrichs des Grossen geschaffene Service Sanssouci wieder herzustellen, eine Form, die die Heiterkeit des Rokoko noch heute vielen Menschen unserer Tage veranschaulicht. Sanssouci gehörte noch 1955 zu den Standard Servicen der Rosenthal Kollektion. weltmarke007Philipp Rosenthal aber begnügte sich nie mit dem Üblichen, dem Herkömmlichen, dem Bequemen. Auch auf neuen Wegen der Porzellankunst war er wagenmutiger Schrittmacher. Er nahm Fühlung auf mit neuen Richtungen junger Künstler, die sich in Darmstadt zusammentaten: er zeichnete bereits 1907 eigenhändig eine glatte, moderne Form, das Service Donatello. Ein anderer bedeutsamer Schritt für die Entwicklung der Rosenthalwerke, aber auch für den Fortschritt der privaten deutschen Porzellan Industrie, war die Gründung einer eigenen Kunstabteilung. Figürliches Porzellan herzustellen war bis zu diesem Zeitpunkt das absolute Privileg der königlichen Manufakturen.

Gründung einer Kunstabteilung

Im Jahre 1908 gründete er die Rosenthalsche Kunstabteilung in Selb. Schon die erste Ausstellung der hier erzeugten Produkte im Jahre 1910 in Brüssel erregte Aufsehen denn es war ein Wagnis, dass eine Privatmanufaktur sich mit Arbeiten befasste, die bisher gewissermassen die königlichen und staatlichen Manufakturen in Erbacht hatten. Kleine Ausstellungen der Kunstporzellane durchzogen die Museen, und allüberall fanden sie die Beachtung der Kunstkritiker und ein aufnahmefreundliches Publikum. Seine Initiative und seinem zähen Streben ist es zu verdanken, dass in Selb die Porzellanfachschule gegründet und mit einem erstklassigen, verständigen Leiter, Herrn Prof. Fritz Klee, besetzt wurde. Das was Ph. Rosenthal mit der Schule im Auge hatte, einen tüchtigen Nachwuchs an Meistern und Betriebsleitern zu erziehen, hat sie in ihrem nunmehr bald 20 Jährigen Bestehen gehalten. Die Rosenthal Kunstabteilung sollte sich wiederum nicht begnügen, im Herkömmlichen Gleichwertiges oder Besseres zu schaffen. Es entstanden figürliche Darstellungen von Tieren, Tänzerinnen, Märchenfiguren, von Künstlern aus aller Welt geschaffen. Mit der Kunstabteilung und seinem eigenen Namen unter jedem Stück Porzellan, das seine Werke verliess, begann der Siegeszug und wohl auch das Wunder der Weltmarke Rosenthal. Die Kunstabteilung der weltbekannten Porzellanfabrik Ph. Rosenthal & CO., Aktiengesellschaft, Selb in Bayern ist die notwendige Ergänzung dieses modernsten Grossbetriebes der Feinkeramik. Während in seinen 5 Betrieben mit 36 Öfen und ca. 3000 Arbeitern alle Qualitätserzeugnisse in Gebrauchsgeschirren und elektrotechnischen Porzellan hergestellt werden, führt die Kunstabteilung die malerischen Entwürfe und plastischen Modelle der besten deutschen Künstler mit grösster Sorgfalt aus. Der Grundsatz unserer führenden Geister: nur künstlerische Ausführung bei vollendeter Technik kommt so in vollkommender Weise zum Ausdruck. Die Herstellung der Kunsterzeugnisse Wie in jeder Industrie, so hat auch in der Porzellanindustrie in den letzten Jahrzehnten neben der Handarbeit vielfach die Maschine Eingang gefunden und durch die maschinelle Herstellung wurden die Erzeugnisse verbilligt und auch die Fabriken leistungsfähiger. Die Herstellung der Kunstporzellane von Rosenthal erfolgt ausschliesslich in Handarbeit. Nachdem mehrere Jahre hindurch die verschiedenen technischen Möglichkeiten der Er- zeugung von Kunstsachen aus der Geschirrfabrik von Rosenthal ausgeprobt waren, erfolgte die Errichtung einer grossen separaten Gebäudes, das nur den Zwecken der Kunstabteilung dient und mit allem Einrichtungen der modernen Technik versehen wurde. Alle Rosenthal Kunstporzellane werden aus einer Masse hergestellt, die die reinsten und besten Rohstoffe enthält: Kaolin oder Porzellanerde aus Zettlitz bei Karlsbad, Feldspat und Quarz aus Schweden und Norwegen.

Diese drei Materialien werden unter Zusatz von Wasser zu einer plastischen Masse gemischt, die geformt und gegossen werden kann. Die Glasur, mit welcher die Rosenthalsche Porzellane überzogen werden, zeichnet sich durch besonderen Brillantglanz aus. Sie ist ein Glasfluß, der im sogenannten Glattbrande des Porzellans bei 1450 Grad aufs innigste mit der Porzellanmasse verschmilzt. Die Künstler und Ihre Schöpfungen. Sämtliche Erzeugnisse der Kunstabteilung werden nach Originalentwürfen und Modellen erster Künstler geschaffen. Die malerischen Entwürfe, Landschaften, Blumen, Ornamente, die Formen der Gefäße, die Farbengebung der Figur, entstammen fast alle der Hand des liebenswürdigen Meisters Jul. V. Guldbrandsen, dem die künstlerische Leitung der Abteilung obliegt. In den Erzeugnissen der Porzellanmanufakturen des 18. Jahrhunderts spiegelte sich das ganze Leben dieser heiteren Epoche des Rokoko wieder. Sitten und Gebräuche, Neigungen haben in den Gruppen der Figuren aus Meissen, Frankenthal und Nymphenburg ihre konzentrierteste, gefälligste Ausformungen erlebt. Den Ausschlag der Kultur dieser Epoche kann man aus den graziösen Werken eines Kändler, Bastelli, Melchior erkennen. Die Erzeugnisse vom Ende des 19. Jahrhunderts, vom Anfang des 20. Jahrhunderts waren Bildnisse von Frauen jener Tage, ihre äussere Erscheinung in Porzellan festzuhalten. Die technischen und künstlerischen Leistungen der Porzellanmanufakturen am Anfang des 20. Jahrhunderts brauchten den Vergleich mit den Leistungen des Rokoko nicht zu scheuen. Die Rosenthal Porzellanfabrik in Selb, die seither schon immer einen wohlbegründeteten Ruf auf dem Gebiete der Porzellanplastik hatte, brachte zu dieser Zeit eine Anzahl von Vasen, Dosen auf dem Markt, die in beschränkter Anzahl hergestellt worden sind und als Sammlerporzellane gedacht waren. Vom Meister Julius von Guldbrandsen (Leiter der Kunstabteilung Selb 1910-1921) entworfene und meist nur in einer Anzahl von 25 Stück hergestellten und fortlaufend nummerierten Rosari-Porzellane, die sich im Kreise der Kenner und Sammler rasch Eingang ihrer Sammlungen verschaften. Daneben widmete sich die Phlipp Rosenthal A.G. auch den weiteren Ausbau ihrer Kunstabteilung mit figuralen Plastiken. Oppels Stück „Venus mit Papagei“ atmet die ganze anmutvolle Grazie des kecken Rokoko, ohne doch in die ältere Stil-Imitation zu verfallen.

Im Jahre 1910 trat Guldbrandsen zur Porzellanfabrik Ph. Rosenthal & Co. A.G. über, verlegte seinen Wohnsitz nach Selb in Bayern und gründete die Kunstabteilung Rosenthal, deren künstlerische und technische Leitung er bis 1923 inne hatte. Hierauf übersiedelte er nach Herrsching am Ammersee in Oberbayern errichtete die Keramische Werkstätten München Herrsching A.G. und erschloß sich ein neues Schaffensgebiet mit der Herstellung und Dekoration von Feinsteinzeug.

Liebermann und Boess brachten eine Serie von orientalischen und griechischen Tänzerinnen heraus. Ersterem lag mehr eine temperamentvolle, leidenschaftliche Bewegung, während Boess mehr das Gemessene, feierliche des Orients anzog. Nicht zu vergessen die Ausformungen von Caasmanns - Baccanten und von Volkhardt, die Tanzlust (3 Grazien). Bei der Firma Rosenthal war ein ganzer Stab an hervorragenden Künstlern beschäftigt, teils schildern sie das Tier in seinen charakterischen Zügen, wie Diller in seinem schleichendem Fuchs. W. Zügel in seinen Enten, Fischer in seinen scharf beobachteten Vögeln, oder sie kehren leicht karikierend, besonderse Seiten heraus wie Himmelstoss die bekannte Selbstherrlichkeit des Dackels.

Ausstellungen und Erfolge

Die Erzeugnisse der Kunstabteilung wurden zum erstenmale auf der Weltausstellung in Brüssel vorgeführt und dort mit dem Grand Prix ausgezeichnet, während die Mitarbeiter Ehrendiplome erhielten. Sodann durchwanderte eine Kollektion die deutschen Grossstäd- te und wurde in den bedeutendsten Kunstsalons in Kollektiv-Ausstellungen vorgeführt. Auf der Weltausstellung in Gent wurden die Erzeugnisse wiederum mit den Grand Prix ausgezeichnet. Heute sind die Rosenthalschen Kunsterzeugnisse bereits in allen Kunstgewerbehäusern vertreten. Mit besonderen Interesse wurde die Schaffung einer neuen deutschen Porzel- lankunst von hohen und höchsten Herrschaften verfolgt, und es zählen zu den Käufern der Rosenthalschen Kunsterzeugnisse eine Reihe von Fürstlichkeiten von Deutschland und dem Auslande, wie: Der Kronzprinz und die Kronprinzessin, Erzherzog Thronfolger von Österreich, Prinz Eitel Friedrich, Prinz August Wilhelm von Preußen, König von Bulgarien, Prinz Alfons von Bayern ff.. Die Erzeugnisse wurden wiederholt in Zeitungen und Zeitschriften von ersten Kritikern lobend besprochen und in weiten Kreisen mehren sich die Freunde und Liebhaber dieser deutschen Kunstporzellane. Die Manufaktur wird auf dem beschrittenen Wege mit Hilfe der deutschen Künstlerschaft weiter vorwärts schreiten und ihre Erzeugnisse mögen dazu beitragen, den Ruhm des deutschen Kunstgewerbes in alle Lande zu tragen und zu fördern.

Erwerb weiterer Porzellanfabriken in den Jahren 1908 bis 1921

Im Jahre 1897 wurde durch Christoph und Wilhelm Jaeger aus Asch sowie Fritz Thomas (1865-1941) aus Hof die Porzellanfabrik Jaeger und CO. am westlichen Rand von Redwitz, direkt angrenzend an das Dorf Oberredwitz gegründet. Ab 1907 ist Kommerzienrat Fritz Jaeger (geb. 1877) Alleininhaber. Bereits im Jahr 1903 schieden die beiden leitenden Mitarbeiter Fritz Thomas und Paul Ens, aus Volksstedt bei Rudolstadt, aus der Firma Jaeger aus und gründeten im selben Jahr die Porzellanfabrik Thomas und Ens Marktredwitz. Fritz Thomas wurde am 28. Mai 1865 in Hof als Sohn des Stadtbaurates Gottlob Thomas geboren. Er besuchte die Realschule in Hof, war Volontär bei C.M. Hutschenreuther in Hohenberg, diente als Einjähriger bei den Pionieren in Speyer, besuchte vier Jahre die Kunstgewerbeschule (heute Kunstakademie) in München, gleichzeitig war er Hospitant an der technischen Hochschule München. Es folgten Wanderjahre als Keramiker und 1897 die Beteiligung an der Fa. Jaeger. 1903 eröffnete er sein eigenen Werk. Fritz Thomas war Keramiker, Künstler und Kaufmann zugleich, aufgeschlossen für alle soziale Probleme; in seiner Freizeit passionierter Jäger, Naturfreund, aber auch ein guter Gesellschafter. Folgende Geschichte bezeichnet seinen Charakter, als er einen Arbeiter rauchend in der Fabrik antraf. Da der Chef, Herr Thomas, selbst eine Zigarre im Mund hatte, verschlug es dem zu Rede gestellten Arbeiter die Sprache. Thomas meinte: „ Wenn ich ein Feuer verursache, dann vernichte ich meine Fabrik, wenn Sie es tun, dann sind Sie ein Brandstifter.

Porzellanfabrik Thomas Marktredwitz

Bereits 1908 wurde die Porzellanfabrik F. Thomas in Marktredwitz käuflich erworben, die sich durch besonders gute Fabrikate sowohl im Scherben als auch in den Formen auszeichnete. Charakteristisch für Ph. Rosenthals Handeln waren die Umstände dieses Kaufes. Ohne die Fabrik gesehen zu haben, wurde dieser beschlossen und verbrieft. Den Namen und das Fabrikat wollte Ph. Rosenthal an sich ziehen. Als er das erste Mal die schon übernommene Fabrik besuchen wollte, da führte ihn sein Weg in en Konkurrenz Unternehmen. Er wusste gar nicht, welche Fabrik er gekauft hatte. Parallel zu der Rosenthalschen Entwicklung ging auch das weitere vorwärtsschreiten der Thomasfabrik, die bei der Übernahme 4 Öfen mit ungefähr 1000 Arbeitern hatte und heute 9 Öfen mit über 1000 Arbeiter zählt. Aus der renomierten Fabrik Jak. Zeidler & Co. entstand unter seiner persönlichen Leitung die Rosenthal Porzellanfabrik Bahnhof Selb GmbH. Ph. Rosenthal, dem inzwischen ein gütiges Geschick einen Sohn geschenkt hatte, beschloss dieses Werk auf seinen Namen zu stellen und es mit der Aktiengesellschaft lediglich in enger Interessensgemeinschaft zu verbinden. Als Fritz Thomas sein Lebenswerk 1908 an Philipp Rosenthal (1855-1937) verkaufte hatte er das Gefühl, das Seine zum Werden der Deutschen Porzellanindustrie beigetragen zu haben. Sein Streben ging nach weiteren künstlerischer Vollendung. 1908 kaufte die Rosenthal AG den Betrieb und Fritz Thomas bleibt Geschäftsführer, schied aber 1915 aus dem Betrieb aus und Dr. Adalbert Zoellner übernahm die Geschäftsleitung. Thomas wusste, dass sein Werk bei der Rosenthal AG in guten Händen war. Trotz seines Herzleidens, das sein Ausscheiden beeinflusste, hielt er weiterhin Verbindung zu seinem Werk und zu seinen alten Mitarbeitern. Dr. Adalbert Zoellner (1887-1958). Dr. Ad. Zoellner wurde nach Fritz Thomas 1915 zum Direktor der Porzellanfabrik Thomas in Marktredwitz berufen. Als Sohn eines Oberregierungsrates wurde er in Selb geboren. Die Lebensstationen sind: Gymnasium, Abitur, Studium Berlin, Promotion. Im 1910 Einritt in die Rosenthal AG als Volontär. 1915 aus dem Fronteinsatz in den Vogesen zurückkommend, wurde er Direktor der Porzellanfabrik Thomas Marktredwitz, unter gleichzeitiger Oberleitung der Kunstabteilung Selb und unter Beibehaltung früherer Funktionen.

Philipp Rosenthal konnte diesen jungen, vitalen und beweglichen Mann gerade in den Kriegsjahren 1914-1918 gut gebrauchen. Die Kriegswirren überlebte die Firma F. Thomas durch Umfunktionierung in einen Rüstungsbetrieb. Natürlich musste sich A. Zoellner den einigermaßen exzentrischen Arbeitsmethoden Philipp Rosenthals anpassen. Als das Unternehmen florierte, war der „Alte“ mindestens die Hälfte des Jahres auf Reisen, meistens geschäftlich. War er aber da, dann sah sein Arbeitstag ungefähr so aus: Zwischen zehn und elf Uhr kam er in die Fabrik, scharte dort alle leitenden Leute um sich und konferierte mit ihnen bis weit über die Mittagszeit hinaus. Am frühen Nachmittag erst ging Philipp Rosenthal nach Hause, um sich auszuruhen und kam erst gegen Abend, jedenfalls nicht vor fünf oder sechs Uhr zurück. Natürlich erwartete er, dass alle Direktoren dann noch an Deck waren. Neben der Fülle seiner Aufgaben hatte A. Zoellner noch Zeit Bücher über Porzellan zu schreiben und auf die Jagd zu gehen. Wer das Glück hatte Dr. Adalbert Zoellner - der seinen Namen übrigens nie mit „ö“ geschrieben hat - näher gekannt zu haben, in dessen Erinnerung wird er nicht nur als erfolgreicher Unternehmer, sondern vorallem als musischer und kunstsinniger Zeitgenosse weiterleben. Er war nicht nur ein ausserordentlicher guter - und dabei humorvoller Redner, sondern neben all seinem beruflichen Engagement und zahlreichen Ehrenämtern in Fachgremien ein viel- und gerngelesener Autor. Das Buch vom Porzellan (1925 bei Klinkhardt u. Biermann in Leipzig), Arkanum - Das Porzellanbuch zweiter Teil (1928 im gleichen Verlag), Zwölf Zwerge und ihr König (1926 bei Braun u. Schneider, München) sind beredter Ausdruch der zahlreichen Facetten dieser aussergewöhnlichen Persönlichkeit. Wo immer er tätig war, hat er die Zusammenarbeit mit Künstlern gesucht.

Prof. Otto Marie Porsche, Schüler von Gabr. von Hackl u. Wilhelm von Diez wohnte mit seiner Frau wochenlang bei Zoellners in Marktredwitz und gemeinsam entwickelten die beiden Paare die Idee von der Zoellner Villa (im abgebrannten Rohbau übrigens mit Turm als Schlösschen) als barokes Gesamtkunstwerk. Nicht nur die Fassaden und Dachform, sondern praktisch sämtliche Details - vom Türgriff über die schmiedeeisernen Gitter über die Vertäfelung und die Kamine und Öfen bis hin zum Mobilar - wurden von Prof. Porsche entworfen und die Fertigungsstellung überwacht. Über dem Buffet im Esszimmer hing schliesslich eine grossformatige elegant hingeworfene Schäferszene im Park - unauffällig mit OMP monogrammiert, einem Watteau meisterhaft nachempfunden und mit einem Unikat des Malers Barock gerahmt. Prof. Theodor Kärner, 7 Jahre lang Meisterschüler Heinrich v. Zügels, wohnte und arbeitete jahrelang im Zoellnerschen Haus in München, gehörte von 1905-1908 dem Stab der Nymphenburger Manufaktur an, wurde dann von Zoellner für Rosenthal angeworben und schuf hier jahrzehntelang die reizvollen Tierplastiken. Prof. Paul Lothar Müller malte für das oben erwähnte Märchenbuch die 12 Zwerge u. ihren König, den gleichzeitig als sog. Monatsteller bei Rosenthal erschienen. Prof. Georg A. Manthey, der vor allem als Buchillustrator bekannt wurde, gestaltete Arkanum - Des Porzellanbuchs 2. Teil und machte es mit 40 Illustrationen zu einem bibliophilen Meisterwerk. Man könnte die Liste der Künstler, mit denen Dr. Zoellner beruflich und privat zusammengearbeitet hat, noch lange fortsetzen und es gäbe auch noch viel von dieser lebens und schaffensfrohen Persönlichkeit zu erzählen. Der letzte Satz aus seinem Buch vom Porzellan ist charakteristisch und funkelt vor Selbstironie: „Sehnsucht nach der Frau und ewiger Durst wurden die Berufskrankheiten, die der Porzelliner erst überwindet; wenn er als Methusalem, weiser als Salomo geworden. Sein Bruder Otto Zoellner (1891-1956) war beim Militär, gab dort seine Karriere auf und trat 1920 auf Betreiben seines Bruders bei Rosenthal als Techniker ein. Dort leitete er die Geschicke des Unternehmens bis zu seinem Tod 1956.

Umwandlung in AG und Zukauf weiterer Firmen

Das nach der Skizze von Philipp Rosentha angefertigte Service Isolde (1910) ist eine der ersten glatten Formen, die sich den Markt erobert: vornehm im Geschmack der damaligen Zeit und erstklassig in der Dekoration. Diese Kunst beherrschte Philipp Rosenthal so lange er lebte. Inzwischen wandelte Philipp Rosenthal, der damals noch keinen männlichen Erben hatte, sein Werk in eine Aktiengesellschaft um; die Fabrik Zeidler und Co., heute Selb Plössberg, wurde hinzu gekauft; in Kronach wurde eine neue Rosenthal Fabrik gebaut. Die für Qualität gleichfalls schon bekannte Fabrik F. Thomas Marktredwitz kam hinzu. Eine Abteilung für chemisch-technisches Porzellan und eine andere für elektrische Hochspannungs-Porzellane wurden aufgebaut. Aus letzterer entwickelte sich später die bedeutende Rosenthal Isolatoren Gesellschaft. Selbst die Krister Porzellan Manufaktur in Waldenburg, zu deren treuen Kunden der Porzellan Händler Rosenthal aus Werl gehörte, kam unter die leitende Hand seines Sohnes Philipp Rosenthal, des Porzellan Fabrikanten. Zwei Vorraussetzungen erfüllte Philipp Rosenthal, um seiner Marke Weltgeltung zu verschaffen. Die eine: höchte Qualität in Formen und Dekoren. Die zweite: unermüdliche Werbung. So einfach diese Voraussetzungen klingen, so schwierig und widerstandsvoll waren sie zu erfüllen. Er bedurfte allein, um das damals sensationelle Service Maria weiss durchzusetzen, einer ungeheuren Energie, um die Skepsis seiner Freunde, den Widerstand seiner Kunden zu überwinden. Er tat es zu ihrem eigenen Vorteil. Maria-weiss wurde trotz aller Kritik zu einem der grössten Service der Welt und ist noch heute eine beachtliche Ziffer im Gesamtumsatz fast jeden deutschen Porzellanfachhändlers.

Rosenthal Werk Kronach

Rosenthal AG Kronach Die Porzellanfabrik Bauer, Rosenthal & Co. wurde 1897 von den Brüdern Philipp und Wilhelm Rosenthal und dem Keramikingenieur Karl Maria Bauer gegründet. Sie ging 1901 in der Rosenthal-Aktienge­sell­schaft Selb auf. Im Kronacher Werk entstanden in der Masse eingefärbte Zierartikel, wie beispielsweise jene von Leonore Hiller (*1881). Seit den 1980er Jahren beeindruckt die Architektur des Fabrikgebäudes. Ekkehard Fahr, Dieter Schaich und Josef Reindl verwirklichten die Form eines Bienenwabenmusters, das sie modernsten Arbeitsplatzrichtlinien anpassten. 1997 stellte Rosenthal die Porzellanherstellung in dem Gebäude ein. Die Rosenthal AG Selb eröffnete 1897 eine Gemeinschaftsgründung der Porzellanfabrik Bauer, Rosenthal & Co. KG in Kronach. Carl Maria Bauer war von 1897 - 1901 Mitglied im Aufsichtsrat der Rosenthal AG. 1901 wurde die Porzellanfabrik in die Rosenthal AG eingegliedert. 1903 schied Direktor Bauer aus der Firma aus. 1904 gründete Carl Maria Bauer die Württenbergerische Porzellanmanufaktur C.M. in Schorndorf bei Stuttgart. Im Oktober 1983 hat Rosenthal mit dem Bau einer neuen Fabrik für Keramikprodukte gegonnen. Ab Herbst 1985 wurden Erzeugnisse der Rosenthal Studio Linie, Clasic Rose und Thomas hergestellt. Die Investionssumme betrug 25 Mio DM für Gebäude, Maschinenanlagen und Infrastruktur. Die alte Fabrik wurde aufgegeben. In der neuen Fabrik kamen zu den bisherigen 150 Mitarbeiter noch 50 dazu. Bekannte Künstler arbeiteten dort u.a. das Ehepaar Scheid, Antje Brüggemann, Friedenreich Hundertwasser, Paul Wunderlich und seit 1984 mit dem eigenwilligen französischen Altmeister Jean Dubuffet (Objekt Encrier). Die Kollektion 1984 in der Rosenthal Studio Linie brachte aufschlussreiche Neuheiten mit interessanten Formen und frischen Dekors.

Im Jahre 1913 durch STOCKHARDT und SCHMIDT-ECKERT gegründet, wurde die Fertigung der Kronacher Porzellanfabrik für elektrotechnisches Porzellan eingerichtet. Die Gesamtanlage bestand aus Fabrikationsgebäuden, Brennhaus mit zwei Brennöfen, Masselager, Masseaufbereitung, Dampfmaschine und Bürogebäude. 1914 wurde die Hammermühle zugekauft, die beiden Wasserräder durch eine Turbine ausgetauscht und ein Kleinelektrizitätswerk mit einer Leistung von 100 PS angeschlossen. Im gleichen Jahr wurde eine neue Massemühle gebaut und das Brennhaus um drei Rundöfen erweitert. 1916 wurde die Fabrik durch ein Industriegleis direkt an die Eisenbahn angeschlossen, außerdem wurde eine eigene Matrizenschlosserei errichtet. Die 1917 aufgekaufte Wahrenburgsche PF wurde mit ihren bestehenden zwei Rundöfen und einem 1920 neuerbauten Ofen wurde ebenfalls für die Produktion von Elektroporzellan eingerichtet. Im Jahre 1918 begann man mit der Herstellung von Hochspannungsisolatoren und baute ein Prüffeld bis 200 kV. Die 1920 erfolgte Gründung der Bayern Porzellan diente der Herstellung und dem Vertrieb von Installationsmaterial.

Das Werk Kronach der Porzellanfabrik Rosenthal & Co. A.G. führt als Fabrikmarke das R und C mit der Krone, die älteste Rosenthal Marke. Kronach wurde zuerst dem deutschen Publikum, dann auch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, bekannt durch sein feuerfestes Kochgeschirr. Die Nachteile des Emaille-Geschirres lassen sich einzig durch einen Werkstoff vermeiden, dass Porzellan. Durch unermüdliche Versuche und zähe Arbeit ist es dem Werk Kronach gelungen, feuerfestes Kochgeschirr herauszubringen, das neben seinem gefälligen Äusseren allen Ansprüchen auf Qualität in höchsten Masse genügt. Welche Hausfrau hätte es nicht schon wohltuend empfunden, wenn Pasteten, Spielgeleier, Mehlspeisen und ähnliches gleich in der Form, in der die Speisen auf dem Feuer bereitet wurden, auf den Tisch gebracht werden konnte und dabei noch einen Schmuck der Tafel bildete. In gleicher Art wie das feuerfeste Porzellan hat Kronach Karlsbader Kaffeemaschinen hergestellt, die es jedem ermöglichen, sich den Genuss des weltberühmten österreichischen Kaffees zu verschaffen. Neben diesem Fabrikationszweig nahm Kronach mit der Vorbereitungdes Kundenkreises auch die Fabrikation von Weissgeschirr auf. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Seriengeschirre mit Rosen- und Stiefmütterchen Dekoren. Sie verleihen jedem gedeckten Tisch eine helle heitere Note. Besonders geeignet für Gebrauchsgeschirr sind die Unterglasur-Dekore, die keiner Abnützung unterworfen sind. Vorzüglich hat es Kronach verstanden, die wertvollen überall geschätzten Kobalt-Dekore in einer Preislage herauszubringen, die es auch dem Minderbemittelten ermöglichen sich dieses schöne Geschirr anzuschaffen. Zahlreiche verschiendene Artikel für den Frühstückstisch mit naturalistischer Bem.