Eisenberg Porzellanfabrik 1796

Eisenberg ist der dreissigste Ort Deutschlands und der elfte Ort Thüringens in den die Porzellanproduktion heimisch wurde. Das Privileg für die Porzellanmanufaktur wurde am 16. Juni 1796 von der Regierung des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg an Heinrich Ernst Mühlberg erteilt. Damit bekam das Herzogtum neben der Gothaer eine weitere Porzellanmanufaktur. Auch wen bis 1865 keine weiteren Porzellanmanufakturen in Eisenberg zugelassen wurden, hatte die Porzellanproduktion eine überregionale Bedeutung diese durch die Kaolinlagerstädten in Eisenberg zu erklären ist. Der Rohstoff Kaolin wird zur Herstellung von Porzellan benötigt und wurde auch in andere Porzellanmanufakturen ausserhalb Eisenbergs geliefert.

Nach dem Erlass der Gewerbebefreiung siedelten sich in Eisenberg weitere kleine Porzellanmanufakturen bzw. Porzellanfabriken an. Diese kleinen Porzellanmanufakturen erreichten aber im Gegensatz zu anderen thüringischen Porzellanmanufakturen nie einen grösseren Mitarbeiterstamm als 50 Personen. Erst durch den Bau der Eisenbahnlinie (1880) Eisenberg – Crossen, durch die der Anschluss nach Gera, Zeitz und Leipzig hergestellt wurde vergrösserten sich die Porzellanfabriken. Denn nun war der Brennstoffbedarf und der Porzellanversand gesichert. Ein Beispiel für den starken Zuwachs an Mitarbeitern ist die Eisenberger Porzellanfabrik Jäger, die seit ihrem 10-jährigen Bestehen nie eine höhere Mitarbeiterzahl als 45 Personen hatte und nun 106 Arbeiter beschäftigt. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs dehnte sich die Porzellanindustrie in Eisenberg gigantisch aus. So waren 1913 fast 750 Menschen in der Porzellanindustrie tätig. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen ereichte die Eisenberger Porzellanindustrie mit 900 Beschäftigten den Höhepunkt ihrer Geschichte. In dieser Zeit mussten viele Betriebe produktiv umgestaltet werden.

So spezialisierten sich einige thüringische Porzellanfabriken auf die Herstellung von Elektro- und Zierporzellan. In Eisenberg jedoch änderte man die Produktion nicht, man blieb also beim Geschirrporzellan. Ausnahme bildete die Firma Bremer & Schmidt, welche von 1919 bis 1923 elektronisches Niederspannungsporzellan (Schalter, Steck- und Abzweigdosen) aus Porzellan herstellten. Obwohl der Absatzmarkt von Geschirrporzellan relativ sicher war, gab es grosse Umsatzeinbussen. Einige Porzellanunternehmen mussten sogar geschlossen werden. Nach dem zweiten Weltkrieg besass Eisenberg noch 4 unzerstörte Porzellanbetriebe mit insgesamt 16 Rundöfen, was zur Folge hatte, das man die Porzellanproduktion schnell wieder aufnehmen konnte und so die Mitarbeiterzahlen von 237 nach Kriegsende auf 620 im Jahre 1972 aufstocken konnte.

Im Jahre 1958 kam es zur Verstaatlichung vieler Eisenberger Porzellanwerke was aus wirtschaftlicher Sicht schlecht war, denn der Staat investierte zuwenig in die Eisenberger Porzellanindustrie, so wurden in anderen Städten wie Kahla, Colditz und Ilmenau bereits neue Porzellanbrenntechnologien eingesetzt. In Eisenberg musste das Porzellan weiter mit der alten Rundofenbrenntechnologie gebrannt werden. Obwohl der Absatzmarkt des Eisenbergers Porzellan wieder an die Vorkriegszeit anknüpfte, blieben weiterhin wichtige Investitionen aus.

Was zur Folge hatte, das bis 1979 beinahe alle Eisenberger Porzellanfirmen geschlossen wurden und die Porzellanproduktion in andere Städte verlegt wurde. Abschliessend ist zu sagen, dass Eisenberg mit seiner fast 200 - jährigen Porzellangeschichte, stets ein wirtschaftlich wichtiger Standpunkt für die Thüringer Porzellanindustrie bildete. Und durch die andere Städte wie Kahla, Meissen und Hermsdorf in denen die Porzellanindustrie politisch und finanziell wesendlich mehr gefordert wurde in den Schatten rutschte. Auf den Eisenberger Porzellanprodukten sind eine Vielzahl von unterschiedlichen Motiven zu finden, wie wohl kaum anderswo. Diese vielen Motive gehen aus der Zeit hervor, wo viele klein und mittelständische Unternehmen gegeneinander konkurrierten hervor, und machten das Eisenberger Porzellan bis heute zu wertvollen Sammlerstücken, die Aufgrund von geringen noch existierenden Stückzahlen hoch gehandelt werden.

Industriealisierung Eisenberg

Der wahrscheinlich ausschlagebenste Punkt für den industriellen Aufschwung im 19. Jahrhundert war die Errichtung der Eisenbahnstrecke im Jahre 1880, die nach Crossen führte und somit den Anschluss in die Städte Gera, Zeitz und Leipzig ermöglichte. Auf diesem Weg wurden nun Rohstoffe und Fertigwaren, wie zum Beispiel Porzellan- Geschirr transportiert. So kam es nach der Fertigstellung der Eisenbahnstrecke zu einem Wirtschaftsaufschwung in Eisenberg. Es vergrösserte sich die Zahl der Mitarbeiter in den Industriebetrieben.

Wichtige Industriezweige

Im 19. und 20. Jahrhundert entstanden viele für Eisenberg wichtige Industriezweige wie zu Beispiel die Ziegel, Fleischer, Möbel und Armaturen-Industrie, sowie der Pianobau. Die verkehrstechnisch gute Lage an dem nahgelegenen Hermsdorfer Kreuz und an der Bundesstrasse 7, sicherte bis heute den wirtschaftlichen Standpunkt Eisenbergs. Der wahrscheinlich ausschlagebenste Punkt für den industriellen Aufschwung im 19. Jahrhundert war die Errichtung der Eisenbahnstrecke im Jahre 1880, die nach Crossen führte und somit den Anschluss in die Städte Gera, Zeitz und Leipzig ermöglichte. Auf diesem Weg wurden nun Rohstoffe und Fertigwaren, wie zum Beispiel Porzellan- Geschirr transportiert. So kam es nach der Fertigstellung der Eisenbahnstrecke zu einem Wirtschaftsaufschwung in Eisenberg. Es vergrösserte sich die Zahl der Mitarbeiter in den Industriebetrieben.

Eisenberg ist der dreissigste Ort Deutschlands und der elfte Ort Thüringens in den die Porzellanproduktion heimisch wurde. Das Privileg für die Porzellanmanufaktur wurde am 16. Juni 1796 von der Regierung des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg an Heinrich Ernst Mühlberg erteilt. Damit bekam das Herzogtum neben der Gothaer eine weitere Porzellanmanufaktur. Auch wen bis 1865 keine weiteren Porzellanmanufakturen in Eisenberg zugelassen wurden, hatte die Porzellanproduktion eine überregionale Bedeutung diese durch die Kaolinlagerstädten in Eisenberg zu erklären ist. Der Rohstoff Kaolin wird zur Herstellung von Porzellan benötigt und wurde auch in andere Porzellanmanufakturen ausserhalb Eisenbergs geliefert. Nach dem Erlass der Gewerbebefreiung siedelten sich in Eisenberg weitere kleine Porzellanmanufakturen bzw. Porzellanfabriken an. Diese kleinen Porzellanmanufakturen erreichten aber im Gegensatz zu anderen thüringischen Porzellanmanufakturen nie einen grösseren Mitarbeiterstamm als 50 Personen. Erst durch den Bau der Eisenbahnlinie (1880) Eisenberg – Crossen, durch die der Anschluss nach Gera, Zeitz und Leipzig hergestellt wurde vergrösserten sich die Porzellanfabriken. Denn nun war der Brennstoffbedarf und der Porzellanversand gesichert. Ein Beispiel für den starken Zuwachs an Mitarbeitern ist die Eisenberger Porzellanfabrik Jäger, die seit ihrem 10-jährigen Bestehen nie eine höhere Mitarbeiterzahl als 45 Personen hatte und nun 106 Arbeiter beschäftigt.

Bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs dehnte sich die Porzellanindustrie in Eisenberg gigantisch aus. So waren 1913 fast 750 Menschen in der Porzellanindustrie tätig. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen ereichte die Eisenberger Porzellanindustrie mit 900 Beschäftigten den Höhepunkt ihrer Geschichte. In dieser Zeit mussten viele Betriebe produktiv umgestaltet werden. So spezialisierten sich einige thüringische Porzellanfabriken auf die Herstellung von Elektro- und Zierporzellan. In Eisenberg jedoch änderte man die Produktion nicht, man blieb also beim Geschirrporzellan. Ausnahme bildete die Firma Bremer & Schmidt, welche von 1919 bis 1923 elektronisches Niederspannungsporzellan (Schalter, Steck- und Abzweigdosen) aus Porzellan herstellten. Obwohl der Absatzmarkt von Geschirrporzellan relativ sicher war, gab es grosse Umsatzeinbussen. Einige orzellanunternehmen mussten sogar geschlossen werden. Nach dem zweiten Weltkrieg besass Eisenberg noch 4 unzerstörte Porzellanbetriebe mit insgesamt 16 Rundöfen, was zur Folge hatte, das man die Porzellanproduktion schnell wieder aufnehmen konnte und so die Mitarbeiterzahlen von 237 nach Kriegsende auf 620 im Jahre 1972 aufstocken konnte. Im Jahre 1958 kam es zur Verstaatlichung vieler Eisenberger Porzellanwerke was aus wirtschaftlicher Sicht schlecht war, denn der Staat investierte zuwenig in die Eisenberger Porzellanindustrie, so wurden in anderen Städten wie Kahla, Colditz und Ilmenau bereits neue Porzellanbrenntechnologien eingesetzt. In Eisenberg musste das Porzellan weiter mit der alten Rundofenbrenntechnologie gebrannt werden. Obwohl der Absatzmarkt des Eisenbergers Porzellan wieder an die Vorkriegszeit anknüpfte, blieben weiterhin wichtige Investitionen aus. Was zur Folge hatte, das bis 1979 beinahe alle Eisenberger Porzellanfirmen geschlossen wurden und die Porzellanproduktion in andere Städte verlegt wurde.

Abschliessend ist zu sagen, dass Eisenberg mit seiner fast 200 - jährigen Porzellangeschichte, stets ein wirtschaftlich wichtiger Standpunkt für die Thüringer Porzellanindustrie bildete. Und durch die andere Städte wie Kahla, Meissen und Hermsdorf in denen die Porzellanindustrie politisch und finanziell wesendlich mehr gefordert wurde in den Schatten rutschte. Auf den Eisenberger Porzellanprodukten sind eine Vielzahl von unterschiedlichen Motiven zu finden, wie wohl kaum anderswo. Diese vielen Motive gehen aus der Zeit hervor, wo viele klein und mittelständische Unternehmen gegeneinander konkurrierten hervor, und machten das Eisenberger Porzellan bis heute zu wertvollen Sammlerstücken, die Aufgrund von geringen noch existierenden Stückzahlen hoch gehandelt werden.Der wahrscheinlich ausschlagebenste Punkt für den industriellen Aufschwung im 19. Jahrhundert war die Errichtung der Eisenbahnstrecke im Jahre 1880, die nach Crossen führte und somit den Anschluss in die Städte Gera, Zeitz und Leipzig ermöglichte. Auf diesem Weg wurden nun Rohstoffe und Fertigwaren, wie zum Beispiel Porzellan- Geschirr transportiert. So kam es nach der Fertigstellung der Eisenbahnstrecke zu einem Wirtschaftsaufschwung in Eisenberg. Es vergrösserte sich die Zahl der Mitarbeiter in den Industriebetrieben.

Eisenberg ist der dreissigste Ort Deutschlands und der elfte Ort Thüringens in den die Porzellanproduktion heimisch wurde. Das Privileg für die Porzellanmanufaktur wurde am 16. Juni 1796 von der Regierung des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg an Heinrich Ernst Mühlberg erteilt. Damit bekam das Herzogtum neben der Gothaer eine weitere Porzellanmanufaktur. Auch wen bis 1865 keine weiteren Porzellanmanufakturen in Eisenberg zugelassen wurden, hatte die Porzellanproduktion eine überregionale Bedeutung diese durch die Kaolinlagerstädten in Eisenberg zu erklären ist. Der Rohstoff Kaolin wird zur Herstellung von Porzellan benötigt und wurde auch in andere Porzellanmanufakturen ausserhalb Eisenbergs geliefert. Nach dem Erlass der Gewerbebefreiung siedelten sich in Eisenberg weitere kleine Porzellanmanufakturen bzw. Porzellanfabriken an. Diese kleinen Porzellanmanufakturen erreichten aber im Gegensatz zu anderen thüringischen Porzellanmanufakturen nie einen grösseren Mitarbeiterstamm als 50 Personen. Erst durch den Bau der Eisenbahnlinie (1880) Eisenberg – Crossen, durch die der Anschluss nach Gera, Zeitz und Leipzig hergestellt wurde vergrösserten sich die Porzellanfabriken. Denn nun war der Brennstoffbedarf und der Porzellanversand gesichert. Ein Beispiel für den starken Zuwachs an Mitarbeitern ist die Eisenberger Porzellanfabrik Jäger, die seit ihrem 10-jährigen Bestehen nie eine höhere Mitarbeiterzahl als 45 Personen hatte und nun 106 Arbeiter beschäftigt. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs dehnte sich die Porzellanindustrie in Eisenberg gigantisch aus. So waren 1913 fast 750 Menschen in der Porzellanindustrie tätig. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen ereichte die Eisenberger Porzellanindustrie mit 900 Beschäftigten den Höhepunkt ihrer Geschichte. In dieser Zeit mussten viele Betriebe produktiv umgestaltet werden. So spezialisierten sich einige thüringische Porzellanfabriken auf die Herstellung von Elektro- und Zierporzellan. In Eisenberg jedoch änderte man die Produktion nicht, man blieb also beim Geschirrporzellan.

Ausnahme bildete die Firma Bremer & Schmidt, welche von 1919 bis 1923 elektronisches Niederspannungsporzellan (Schalter, Steck- und Abzweigdosen) aus Porzellan herstellten. Obwohl der Absatzmarkt von Geschirrporzellan relativ sicher war, gab es grosse Umsatzeinbussen. Einige Porzellanunternehmen mussten sogar geschlossen werden. Nach dem zweiten Weltkrieg besass Eisenberg noch 4 unzerstörte Porzellanbetriebe mit insgesamt 16 Rundöfen, was zur Folge hatte, das man die Porzellanproduktion schnell wieder aufnehmen konnte und so die Mitarbeiterzahlen von 237 nach Kriegsende auf 620 im Jahre 1972 aufstocken konnte. Im Jahre 1958 kam es zur Verstaatlichung vieler Eisenberger Porzellanwerke was aus wirtschaftlicher Sicht schlecht war, denn der Staat investierte zuwenig in die Eisenberger Porzellanindustrie, so wurden in anderen Städten wie Kahla, Colditz und Ilmenau bereits neue Porzellanbrenntechnologien eingesetzt. In Eisenberg musste das Porzellan weiter mit der alten Rundofenbrenntechnologie gebrannt werden. Obwohl der Absatzmarkt des Eisenbergers Porzellan wieder an die Vorkriegszeit anknüpfte, blieben weiterhin wichtige Investitionen aus. Was zur Folge hatte, das bis 1979 beinahe alle Eisenberger Porzellanfirmen geschlossen wurden und die Porzellanproduktion in andere Städte verlegt wurde.

Abschliessend ist zu sagen, dass Eisenberg mit seiner fast 200 - jährigen Porzellangeschichte, stets ein wirtschaftlich wichtiger Standpunkt für die Thüringer Porzellanindustrie bildete. Und durch die andere Städte wie Kahla, Meissen und Hermsdorf in denen die Porzellanindustrie politisch und finanziell wesendlich mehr gefordert wurde in den Schatten rutschte. Auf den Eisenberger Porzellanprodukten sind eine Vielzahl von unterschiedlichen Motiven zu finden, wie wohl kaum anderswo. Diese vielen Motive gehen aus der Zeit hervor, wo viele klein und mittelständische Unternehmen gegeneinander konkurrierten hervor, und machten das Eisenberger Porzellan bis heute zu wertvollen Sammlerstücken, die Aufgrund von geringen noch existierenden Stückzahlen hoch gehandelt werden.Der wahrscheinlich ausschlagebenste Punkt für den industriellen Aufschwung im 19. Jahrhundert war die Errichtung der Eisenbahnstrecke im Jahre 1880, die nach Crossen führte und somit den Anschluss in die Städte Gera, Zeitz und Leipzig ermöglichte. Auf diesem Weg wurden nun Rohstoffe und Fertigwaren, wie zum Beispiel Porzellan- Geschirr transportiert. So kam es nach der Fertigstellung der Eisenbahnstrecke zu einem Wirtschaftsaufschwung in Eisenberg. Es vergrösserte sich die Zahl der Mitarbeiter in den Industriebetrieben.